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  • Carmen Meier

Eine wichtige Erfahrung und meine Verbindung zu Osho

Welche Erfahrung ich bei meinem zwölfwöchigen Klinik-Aufenthalt machte und was Osho damit zu tun hat.




Vor einiger Zeit ging es mir sehr schlecht und beschloss, in eine Klinik zugehen. Für mich gab es keinen anderen Ausweg mehr und dort konnte ich wenigstens sicher sein, dass ich 24/7 Menschen um mich herum habe, die da sind, falls etwas passiert.


Mein Therapeut war mir eine so große Stütze. Er hat mich gefordert und mich gleichzeitig aufgefangen, wenn es mir schlecht ging. Auch hat er mich gebremst, wenn ich mich zu sehr verausgaben wollte - wie bei einem Kind, das das Fahrradfahren ohne Stütze lernt.


In einer der zwölf Wochen, die ich in der Klinik war, sind wir mit 20 anderen Patienten zu einer Hütte gewandert. Die Tage waren gefüllt mit intensiven Therapien und es war schön, all diese Gleichgesinnten Menschen um mich zu haben.


Und weil die Zeit mir so viel Halt gegeben hat, war der Tag des Aufbruchs für mich eine Katastrophe. Ich wurde von Minute zu Minute gestresster, wollte nicht, dass es jemand merkt und fing an, meine Gefühle zu überspielen. Doch je näher die Abreise kam, desto schlechter ging es mir.


“Die größte Angst der Welt ist die Meinung der Anderen. Und in dem Moment, in dem du keine Angst mehr vor der Menge hast, bist du kein Schaf mehr, du wirst zu einem Löwen. In deinem Herzen taucht ein großartiger Schrei auf, der Schrei der Freiheit.“ - Osho

Mein Bauchgefühl und auch die anderen Patienten sagten mir: Es ist Zeit dich hinzulegen und auszuruhen. Doch wenn da nicht immer dieser Kopf wäre, der sich einschaltet: “Du kannst doch jetzt nicht das Aufräumen allein den anderen überlassen.” - “Du darfst kein Ballast für die anderen sein!” - und somit legte ich mich nicht hin, sondern machte weiter.


Das war der Moment, als mein Körper im wahrsten Sinne des Wortes den Notfall-Knopf gedrückt hat. Ich lag nun auf dem Bett, zuckte ununterbrochen, meine Psyche ging mit mir durch, ich weinte und entschuldigte mich. Wie in einem Fiebertraum war um mich herum alles verschwommen und alles ging entweder viel zu schnell oder viel zu langsam. Das Atmen fiel mir schwer und da war sie: meine Panikattacke.


Mein Zustand sprach sich schnell rum und im nächsten Moment stand auch schon mein Therapeut neben mir. Ich war jedoch nicht ansprechbar, konnte nur umso mehr weinen, als ich ihn sah. Ich wollte mich entschuldigen, dass ich nicht funktioniere und dafür, dass ich daran Schuld bin, wenn wir den Zug nach Hause verpassen.



Und dann kam Osho ...


Und was machte mein Therapeut? Er sagte “Warte mal kurz.”, ging aus dem Zimmer und nahm die anderen Patienten mit. Nach wohl fünf Minuten kamen sie alle wieder rein, mein Therapeut redete auf mich ein, ich verstand gar nichts. Im Nachhinein erfuhr ich, dass ich für mehr als 30 Minuten nicht ansprechbar war.


Da mit mir zu sprechen nicht funktionierte, ging mein Therapeut nochmals hinaus und kam mit einem CD-Player wieder. So ein altes Teil hatte ich lange nicht gesehen und ich erinnere mich noch, dass ich mich darüber sehr wunderte. Bis plötzlich aus dem Player Osho Musik tönte und mein Therapeut mich bat, seine Atemübungen mit ihm zu machen.


Nach weniger als 10 Minuten war ich wieder im Hier und Jetzt und er lächelte mich an: “Na, wieder da?”


Schritt für Schritt kam ich zu mir und merkte auch schnell, dass alle anderen weg waren - mein Therapeut hatte sie weggeschickt und für uns eine Abholung organisiert. In meinem Zustand konnte ich das nicht auffassen und versuchte immer und immer wieder mich aufzurichten, meine Schuhe anzuziehen und loszulaufen - bis ich schlussendlich doch realisierte, ich gehe nicht, ich werde abgeholt. Sofort schalteten sich wieder die Alarmglocken ein und ich wollte niemandem Mehraufwand bereiten, dass extra ein Auto für mich kommen muss. Doch mein Therapeut besänftigte mich damit, dass er froh sei über den Shuttle-Service sei, weil er schon “zu alt” zum Berg hinunter gehen sei. Dagegen konnte und wollte ich nichts sagen und legte mich wieder hin. Ich lauschte der Osho-Musik, wurde ruhiger und ruhiger. Die Musik machte meinen Kopf frei, entknotete ihn - es war herrlich!


Während wir warteten, tauschen wir uns noch über Osho aus und je mehr ich darüber erfuhr, desto interessierter wurde ich und konnte das gerade Geschehene aus meinem Kopf gehen lassen. Jedes Mal danach, wenn es mir in der Klinik schlecht ging - und auch heute noch - hilft mir die Musik von Osho dabei, mich zu beruhigen.


Ich bin meinem Therapeuten so dankbar dafür.


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